Montagehinweise für ORIGINAL DOBNER Paneeldecken

Für die Montage und den Umgang mit Metalldecken sind qualifizierte Fachkräfte, die über entsprechende Kenntnisse verfügen, einzusetzen. Der Umgang mit dünnwandigen Materialien hat entsprechend sorgsam zu erfolgen. Um Verletzungen, Verschmutzungen und Beschädigungen zu vermeiden, sind Schutzhandschuhe zu tragen.

Für das Gewerk ist vom Montagebetrieb ein verantwortlicher Bauleiter zu benennen, der die Montage nach den Regeln der Technik abwickelt und überwacht. Der Montagebetrieb hat die Verpflichtung und die volle Verantwortung für eine ausreichende Sicherheit und für die Systemkonformität zu sorgen, damit während und nach der Montage ein Abstürzen von Komponenten ausgeschlossen ist.

Die Herstellervorschriften sind einzuhalten!

Gefahren der Sachbeschädigung und insbesondere Gefahren für Leib und Leben, für Personen, die sich in diesem Raum während und nach der Montage aufhalten, sind vom Montagebetrieb auszuschließen. Die vom Gebäudeplaner vorgegebenen statischen Gegebenheiten, wie z.B. Fassadenbewegungen, Gebäudedehnungen und Dehnungsfugen, sind zu berücksichtigen.

Anforderung an Konstruktionsteile  

Es dürfen nur vom Hersteller freigegebene Konstruktionsteile verwendet werden. Die Unterkonstruktion muss auf das Metalldeckensystem abgestimmt sein und eine ausreichende Längs- und Querstabilität haben.    

Ebenheitstoleranz           

Für den Einbau von sichtbaren Unterkonstruktionen, Decklagenmaterialien und Randwinkeln beträgt die zulässige Abweichung von der Ebenheit +/-2 mm je Meter Länge jedoch höchstens 5 mm bei einer Länge von 5 Metern, horizontal an der Stelle des Abhängers in jede Richtung gemessen. Zulässige Durchbiegungen der Decklagen sind in den Ebenheitstoleranzen nicht enthalten und zusätzlich zu berücksichtigen.

Bestandteile des Dobner Deckensystem

- Abschlussprofil ( Wandwinkel, Stufenwinkel) - nicht als Auflage belastbar   

 Stufenwinkel können mit 12,5 oder 20 mm Schattenfuge montiert werden.

- Deckenabhänger: HD-neu-Abhängedraht oder Noniusabhänger mit Sicherungstift

- Tragschienen  Stahl (Innenbereich) und Aluminium (Außenbereich, Nassräume)

- Aluminiumpaneele als Decklage

Montagereihenfolge

Um die Ebenheit bei der Montage sicherzustellen, sind zunächst die Randwinkel entsprechend der gewünschten Abhänge Höhe plan eben an den begrenzenden Bauteilen zu befestigen. Wandanschlüsse sind nicht belastbar. Die Nutzung als Auflage ist nicht möglich. Bei offenem Wandanschluss ist die Planebenheit durch geeignete Messpunkte sicherzustellen. Erforderliche Längszuschnitte der Paneele und Einbauten werden ausgeführt, bevor die Deckenfläche geschlossen wird. Bei Direktmontage der Tragschienen sind diese mit Spiel zu befestigen, um eine Verwindung dieser zu vermeiden und etwaigen Dehnungen entgegenzuwirken.

Fluchtung

Die parallel verlaufenden, sichtbaren Unterkonstruktionen und Tragschienen sind untereinander (möglichst durch Laser oder Schnurschlag) exakt modulfluchtend auszurichten. Dabei ist insbesondere auf die Modulflucht hinter vorhandenen Tragschienenstößen zu achten. Ist ein Raum länger als 5,00m, werden Tragschienenverbinder in die vorgestanzten Löcher der Tragschienenenden eingedrückt und befestigt. Diese garantieren den modulgerechten und fluchtenden Abstand der Tragschienen.

Montage der Tragschienen

Die Tragschienen können mit bauaufsichtlich zugelassenen Befestigungsmitteln direkt an der Unterdecke befestigt werden. Bei abgehängten Decken werden die Tragschienen mit HDneu-Schnellabhängern und Abhängedrähten oder mit Noniusabhängern in der gewünschten Höhe befestigt. Bei umgebogenem Nonius-Oberteil ist darauf zu achten, das Loch neben der Kantung zu nutzen. Sollte dies nicht möglich sein, ist eine entsprechend große Unterlegscheibe zu verwenden, um nachträgliche Senkungen der Abhänger zu vermeiden. Die 1. Tragschiene wird mit einem Abstand zur Wand von max. 20 cm befestigt. Bei HDneu-Schnellabhängern ist darauf zu achten, dass die mitgelieferten Sicherungsbleche eingebaut werden. Damit wird das selbstständige Aushängen der Schnellabhänger bei und nach der Montage ausgeschlossen. Die Schnellabhänger sind für eine Flächenlast von max.15 N/m² ausgelegt. Der max. Hängerabstand beträgt im Innenbereich 150 cm auf der Tragschiene. Der max. Tragschienenabstand beträgt im Innenbereich 120 cm. Für Akustik- oder Dämmauflagen kann der Tragschienenabstand auch verkleinert angepasst werden, um Zuschnitte zu vermeiden. Die letzte Tragschiene wird wieder mit einem Abstand von max. 20 cm von der Wand befestigt. Ein und Anbauten (z.B. Lampen und Lautsprecher) müssen separat befestigt werden, da die Paneeldecke nicht für Zusatzlasten ausgelegt ist.  

Im Außenbereich oder im Bahnbereich (Windsog) sind generell Nonius Abhänger zu verwenden

a = Paralellabstand der Tragschienen im Innenraum max. 120 cm, im Außenbereich max. 75 cm

b = Abstand der Abhänger auf der Tragschiene max. 150 cm, im Außenbereich max. 100 cm

c = Abstand zur Wand max. 20 cm

Verwindungsfreiheit

Die Abhängung der Tragschienen muss zu einem verwindungsfreien und fluchtebenen Verlauf bei gleichzeitig gespanntem Sitz der Abhängung führen.

Ausrichtung der Unterkonstruktion

Metalldecken und deren in der Regel große Elementlängen machen eine sorgfältige Verlegung und Ausrichtung der Unterkonstruktion (Tragschienen) notwendig. Dies gilt insbesondere bei Metallpaneelen, da hier in der Regel auf eine Queraussteifung (Tragrost-Konstruktion) verzichtet wird.

Einbauten, Aufbauten und Anbauten

Die Gesamtverantwortung für Einbauten, Aufbauten und Anbauten obliegt dem Gebäudeplaner, insbesondere die Auswahl von Typ / Lage / Auswahl und die grundlegende Systemkonformität. Die Integration von Einbauten, Aufbauten und Anbauten muss unter Beachtung der spezifischen Vorgaben des Deckenherstellers sowie des Herstellers der Ein- An- und Aufbauten erfolgen. Alle Arbeiten in diesem Zusammenhang sind Zusatzmaßnahmen und gesondert zu vereinbaren. Der Anschluss z.B. elektrischer Komponenten ist im Einzelfall und nach den Vorgaben der Hersteller zu klären. Notwendige Paneellängsschnitte und  Einbauten werden durchgeführt bevor die Deckenfläche geschlossen wird. Paneellängsschnitte werden einem scharfen Messer mehrfach geritzt und gebrochen. Damit werden Längsspannungen vermieden.

Lampen, Lüftung, Sprinkleranlagen, etc. können mit systemkonformen Zusatzmodulen in die Decke integriert werden. Zusatzmodule und auch Revisionstüren müssen separat abgehangen werden. Zusatzmodule werden im Modul 200, 184x184 mm und Modul 300, 284x284 mm mit separaten Tragschienen geliefert. Loch Maße werden vom Kunden vorgegeben. Revisionstüren können mit Nonius-Abhängern oder Gewindestangen auf jeder Ecke montiert werden.

Planheit im Randbereich

Fertigungsbedingt kann es bei dünnwandigen Metallpaneelen sowohl bei werkseitigem wie bei bauseitigem Zuschnitt bei der Paneelauflage auf Randwinkel zu einer Planheitsabweichung kommen, die aufgrund der Fertigungs- und Herstellungsverfahren unvermeidbar und Stand der Technik ist. Besondere Anforderungen an die Paneelplanheit bei der Randwinkelauflage sind bei der Ausschreibung durch den Auftraggeber zu berücksichtigen.

Paneelstöße

Stöße bei Metallpaneelen sind mit schwarzen Längsverbindern auszustatten. Eine geringfügig optische Beeinträchtigung der Gleichmäßigkeit des Deckenbildes im Paneelstoß ist technisch unvermeidlich.

Montage und Demontage der Paneele

Die Montage erfolgt durch modulgerechtes Aufdrücken der Paneele auf die Tragschienen. Bei geschlossener Fuge wird die Kantung der Fuge unter die Nase der Tragschiene geschoben und das Paneel aufgeclipst. In der Regel werden die Paneele eine Wandwinkelbreite kürzer geschnitten und vermittelt. So können auch keine Ausdehnungsspannungen auftreten und das Paneel kann revisioniert werden. Zum Öffnen der Decke verwendet man einen Haken. Mit Diesem fährt man im Paneel entlang bis man die Tragschiene erreicht. Dort 2-3 mm seitlich abziehen und das Paneel clipt aus. Module mit offener Fuge können mit Füllprofilen geschlossen werden. Die Füllprofile können auch nach Wunsch farblich unterschiedlich zum Paneel sein. Um Verschmutzungen und Verletzungen bei der Montage zu vermeiden wird empfohlen Handschuhe (z.B. Baumwollhandschuhe) zu tragen.

Paneele können mit einer Kappzusäge zugeschnitten werden. Die beschichtete Seite nach oben und von unten eine passende Auflage verwenden. Um Wellen im Material zu vermeiden werden Längsschnitte mit dem Messer geritzt und gebrochen.

Rechtwinkligkeit, Wärmedehnung, Zusatzlasten, Sonderbereiche

Entsprechend dem vorgesehenen Verlauf der Metallpaneele ist an jeder Stelle auf absolute Rechtwinkligkeit  der Metallpaneele im Verhältnis zur Tragschiene zu achten. Bei Verwendung der Konstruktionsprofile einschließlich der Decklagen ist die Wärmeausdehnung von Aluminium zu beachten. Diese beträgt bei einem Temperatur-Unterschied von 1°C  0,024 mm je Meter Profillänge. Profile aus Aluminium werden bei einer Normaltemperatur von +18°C gefertigt. Bei den Längentoleranzen des Qualitätsstandard sind Längenabweichungen aufgrund der Wärmeausdehnung nicht berücksichtigt. Zusätzliche Einbauten und Lasten müssen separat abgehängt werden. Eventuelle Befestigungen am Deckensystem sind vorher mit dem Hersteller abzustimmen.  Bei besonderen Anwendungen, wie z.B. im Küchenbereich, im Außenbereich bei Feucht- und Reinräumen, sowie bei Räumen mit Anforderung an Brandschutz, Schallschutz, Ballwurfsicherheit ist die Unterkonstruktion sowie die Plattenqualität und deren Einbau gesondert festzulegen.

Hygiene

Um eventuelle Schimmelbildung zu vermeiden (vor allem bei Schwimmbädern) ist für eine ausreichende Hinterlüftung zu sorgen. Dafür ist der Gebäudeplaner verantwortlich.

Die Herstellervorschriften sind einzuhalten.

Die Transportvorschriften der Hersteller sowie die Angaben für fachgerechte Stapelung und trockene Lagerung sind zu beachten.

Für Pflege und Wartung sind die Herstellervorschriften einzuhalten.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung